Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK)
OST

Physikalische Bauteil- und Werkstoffprüfung

Das IWK besitzt langjährige Erfahrung in der kunststoff- und fertigungsgerechten Produktentwicklung und ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig. Dies umfasst:

 

  • Bauteilkonstruktion
  • Rechnergestützte Bauteil- und Prozessauslegung
  • Werkstoffauswahl und -modifizierung
  • Produktions- und Werkzeugtechnik
  • Praxisnahe Tests an Prototypen und Serienbauteilen

Für Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten sind realitätsnahe Werkstoff- und Bauteilprüfungen notwendig. Nur so können theoretische Berechnungen und Ideen experimentell bestätigt werden. Das IWK unterstützt die Unternehmen als kompetenter Partner bei Entwicklungsarbeiten.

 

 

Verlässliche Prüfung als Grundlage

Welche Spannung erträgt ein gewählter Werkstoff effektiv? Erfüllt ein Produkt die theoretische Belastbarkeit auch in der Praxis? Genügt die Qualität den Anforderungen? Antworten auf diese Fragen sind für eine erfolgreiche Produktentwicklung essentiell. Analytische und numerische Berechnungen beinhalten immer gewisse Unsicherheiten bezüglich der Funktionalität im realen Einsatz. Begleitende Prüfungen unterstützen bei der Absicherung spezieller Problemstellungen.

 

Das IWK kann Sie im Entwicklungsprozess mit mechanischen, optischen und thermischen Prüfungen sowie detaillierten Materialanalysen unterstützen. Dies umfasst folgende Bereiche:

  • Bestimmung von Materialkennwerten für die Konstruktion
  • Steifigkeits-/Festigkeitsprüfung von Komponenten
  • Komplexe Prüfungen von Bauteilen und Baugruppen
  • Bestimmung der Funktionalität von Systemen
  • Schadensanalysen an Kunststoffbauteilen

Prüfung von Compositebauteilen und Klebverbindungen

Die Prüfung von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen erfordert aufgrund des speziellen Werkstoffverhaltens ein umfangreiches Verständnis für die komplexen Schädigungsmechanismen von Composites. Durch zahlreiche Projekte mit Partner aus der Composite-Branche ist am IWK viel Erfahrung in Prüfung und Herstellung von faserverstärkten Bauteilen vorhanden.

 

Um Composites entsprechend ihrer Eigenschaften zu beurteilen, kommen andere Prüfverfahren als bei metallischen Werkstoffen zum Einsatz. Eine werkstoffgerechte Messmethode für die Beurteilung des Versagensverhaltens von Composites bei schlagartigen Belastungen stellt die Compression After Impact (CAI)-Prüfung dar. Bei diesem, für den Flugzeugbau entwickelten, Prüfverfahren wird ein Probekörper durch eine schlagartige Belastung (Fallturm) geschädigt. Durch eine Ultraschalluntersuchung und einen anschliessenden Drucktest lässt sich eine Aussage über den beschädigten Bereich sowie den daraus resultierenden Festigkeitsverlust machen.

Eine Baugruppe ist nur so stark wie ihre Verbindungen

Eng verbunden mit der Prüfung von Verbundwerkstoffen ist auch das Kompetenzfeld zur Beurteilung von Verbindungstechniken. Am IWK können sowohl statische als auch dynamische Festigkeits-, Schädigungs-, Versagens- und Ermüdungstests durchgeführt werden. Durch ausgewiesene Experten aus der Verbindungstechnik können Lösungen erarbeitet werden, um eine Verbindung zu optimieren.