Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK)
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Verleihung des Technologietransfer-Innovationspreises der Stiftung FUTUR

20.08.2020

Die Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil (kurz: Stiftung FUTUR) hat heute am 20. August 2020 zwei Forschungsprojekte der HSR Hochschule für Technik Rapperswil mit einem Innovationspreis ausgezeichnet, der von Stiftungsratspräsident Dr. h.c. Thomas Schmidheiny vergeben wurde.

«Woodcup – CO2-Fussabdruck-reduzierter Kaffeeautomatenbecher»
(Anerkennungspreis: CHF 6‘000)

«Kunststoff hat ein massives Imageproblem», stellte Preisträger Prof. Daniel Schwendemann, Institutspartner IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung, zu Beginn seiner Rede fest. Besonders schlecht schneiden Verpackungen ab, weil sie oft nur wenige Minuten nach dem Kauf bereits wieder weggeschmissen werden – so auch bei Kaffeebechern. «Der Kaffeebecher ist für uns meistens nicht wichtig, Hauptsache der Kaffee schmeckt und nach 5 Minuten werfen wir den Becher weg», so Schwendemann. Die Industrie ist deshalb auf der Suche nach alternativen Rohstoffen für Verpackungen. Zusammen mit Projektpartnern und mit Unterstützung von Innosuisse hat ein Team des IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung neue Materialmischungen entwickelt, um den CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Das Endziel des Projektes ist ein biologisch abbaubarer Becher für Kaffeeautomaten. Doch auch die mit dem FUTUR-Preis ausgezeichneten Schritte bis heute sind bereits beeindruckend: So konnte Projektpartner SwissPrimePack etwa mit den Ergebnissen eines ersten Teilprojekts bereits 200 Millionen Kaffeebecher – der sogenannte Woodcup – produzieren und verkaufen, die aus einer Polystyrolmischung mit Holzfaserfüllung bestehen. Bei weiteren Versuchen wurde ein Verfahren entwickelt, das Kaffeesatz als Rohstoff für Kaffeebecher nutzbar macht. Abfallströme aus dem Lebensmittelbereich dienen so als Rohstofflieferant. Zusammen mit SwissPrimePack soll in den nächsten Monaten ein biologisch abbaubarer Becher entwickelt werden, der auch heissem Kaffee standhält, sodass man künftig mit einem guten Gewissen an den Automaten gehen kann.
 

 

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von links nach rechts: Fabrizio Finazzi (CEO SwissPrimePack) Beat Wick (SwissPrimePack) Alex Ramsauer (IWK, HSR), Prof. Daniel Schwendemann (IWK, HSR)

von links nach rechts: Prof. Dr. Andreas Häberle (SPF, HSR), Dr. h.c. Thomas Schmidheiny (Stiftungsratspräsident FUTUR), Prof. Daniel Schwendemann (IWK, HSR)