Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK)
HSR

Verbindungstechnik

Fügeverfahren sind heutzutage für alle Bereiche der Industrie von Bedeutung: Von winzigen Mikrostrukturen in elektrotechnischen Bereichen bis zu riesigen Strukturen in der Luftfahrt oder Windenergie. Auch in der Bau- und Transportbranche sind Fragestellungen bezüglich der Fügetechnik von Werkstoffkombinationen aktuell. Neben traditionellen Fügetechniken wie Schrauben, Nieten oder Schweissen erlauben Prozesse wie Kleben oder Ultraschallschweissen die Gestaltung innovativer Werkstoffkombinationen mit optimierten Materialeigenschaften und sind deswegen Schlüsseltechnologien für den Leichtbau.

Die Gruppe Verbindungstechnik beschäftigt sich mit der Dimensionierung, Optimierung und Herstellung von Werkstoffkombinationen und deren Fügeverfahren in Forschung und Entwicklung. Für diese Tätigkeiten steht die moderne Laborinfrastruktur und Berechnungskapazität des IWK zur Verfügung. Laborprüfungen von gefügten Prüflingen und Bauteilen, Identifikation von Materialparametern, analytische Berechnungen und Finite-Element-Simulationen, sowie die Herstellung von Verbindungen gehören zu den Kernkompetenzen der Abteilung. Insbesondere verfügt das IWK über reiche Erfahrung bei der Auslegung und Dimensionierung von verklebten Strukturen sowie bei der Prüfung und der FE-Simulation von Klebefugen, vom Bereich der kleinen Verformungen bis zum kompletten Versagen im nichtlinear plastischen oder hyperelastischen Bereich. Der Einsatz von neuen Fügeverfahren mit neuartigen Materialien steht dabei im Vordergrund.

Komplexe und innovative Leichtbauprodukte werden in der Multimaterialbauweise durch die richtige Fügetechnik möglich. Dieser interdisziplinäre Ansatz ermöglicht Synergien und Wissenstransfer über alle IWK-Fachbereiche und im intensiven Kundenkontakt mit der Industrie.